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Spanien

Die spanische Wirtschaft hat sich im vergangenen Jahr weiter dynamisch entwickelt; lag doch der Zuwachs des Bruttoinlandproduktes gemäss aktuellster Hochrechnung bei 3.8%. Getragen wurde dieses Wachstum sowohl vom privaten Konsum als auch von den Investitionen. Die Inflation lag mit geschätzten 2.7% über dem Mittel der Europäischen Union. Die Beschäftigungssituation dürfte sich 2006 weiter deutlich verbessert haben. Probleme bereiten dem Land nach wie vor das Aussenhandelsdefizit, die im EU-Vergleich tiefe Produktivität sowie die Sanierung des staatlichen Rentensystems.

Anhaltende Dynamik auf dem Versicherungsmarkt
In der Lebensversicherung dürfte 2006 nach ersten Schätzungen das Marktwachstum bei etwa 9% gelegen haben. In naher Zukunft ist hier unter Umständen mit einer etwas moderateren Entwicklung zu rechnen, wurden doch die Steuerprivilegien der Lebensversicherung im Rahmen der Steuerreform abgeschafft.

Im Nicht-Lebengeschäft dürfte das Branchenwachstum im vergangenen Jahr bei rund 6% gelegen haben. Besonders erfreulich entwickelten sich dabei das Multirisk- sowie das Krankenversicherungsgeschäft. Hingegen hielt im Motorfahrzeugsegment der Preisdruck weiter unvermindert an. Das Wachstum in diesem Segment lag unter 5%, wobei die Durchschnittsprämien – trotz des allge mein höheren Deckungsumfangs – im Schnitt um rund 2% zurückgegangen sind.

Im Lebengeschäft birgt der spanische Versicherungsmarkt nach wie vor ein enormes Wachstumspotenzial – liegen hier doch die Prämien pro Kopf sowie die Versicherungsdurchdringung (Anteil der Prämien am Bruttoinlandprodukt) weiterhin markant unter dem gesamteuropäischen Mittel.

Der Versicherungsvertrieb ist weiter zweigeteilt: Während im Nicht-Lebensegment die traditionellen Vertriebskanäle (Agenten und Makler) mit einem Anteil von knapp unter 70% am gesamten Neugeschäft nach wie vor klar dominieren, werden in Leben annähernd 70% des Neugeschäftes durch den Bankenvertrieb generiert.


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