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Im Brennpunkt I: Embedded Value des Lebensversicherungsportefeuilles

Die Helvetia veröffentlicht im vorliegenden Geschäftsbericht erstmals den Embedded Value ihres Lebensversicherungsgeschäfts und erhöht damit die Transparenz ihrer Finanzberichterstattung weiter.

Der Embedded Value misst den Aktionärswert des Lebensversicherungsportefeuilles und setzt sich zusammen aus

Das adjustierte Eigenkapital beinhaltet das statutarische Eigenkapital sowie den Aktionärsanteil an den Bewertungsreserven. Der Wert des Versicherungsbestandes entspricht dem Barwert aller erwarteten zukünftigen statutarischen Erträge nach Steuern aus dem per Stichtag vorhandenen Lebensversicherungsportefeuille. Als Solvabilitätskosten werden dem Embedded Value die Kosten des vom Aktionär zur Verfügung gestellten Solvenzkapitals belastet.

Für die Berechnung des Embedded Value müssen verschiedenste realitätsnahe Annahmen, insbesondere zu den Kapitalerträgen, den Kosten, der Schadenentwicklung sowie der Beteiligung der Versicherungsnehmer am Überschuss, getroffen werden. Die wichtigsten Annahmen sind nachfolgend in einer Tabelle aufgeführt. Die Höhe des Embedded Value ist abhängig von diesen Annahmen, wobei das Ausmass dieser Abhängigkeiten in der Tabelle «Sensitivitäten» dargestellt wird.

Da die Höhe des Embedded Value wie erwähnt von vielen Annahmen abhängig ist und es keine allgemeinen Standards für die verwendeten Berechnungsmethoden gibt, sind die publizierten Werte der verschiedenen Gesellschaften nur bis zu einem gewissen Grad vergleichbar.

Die Helvetia veröffentlicht an dieser Stelle den Embedded Value, welcher nach der traditionellen Methode berechnet wurde. Im Gegensatz dazu erfasst der European Embedded Value weitere Grössen, wie etwa die im Geschäft enthaltenen Garantien und Optionen: Beide Embedded Value-Varianten stehen in engem Zusammenhang mit dem Shareholder Value und dienen damit der Unternehmenssteuerung. Zukünftiges Neugeschäft findet bei keiner der beiden Varianten Berücksichtigung.

Deloitte & Touche LLP hat die von der Helvetia Gruppe gewählte Berechnungsmethode sowie die der Kalkulation des Embedded Value per 31.12.2006 zugrunde liegenden Annahmen begutachtet. Deloitte erachtet die von der Helvetia Gruppe angewendete Berechnungsmethode zusammen mit deren Annahmen als angemessen und nachvollziehbar und den nachstehend ausgewiesenen Embedded Value auf der Grundlage der gewählten Berechnungsmethode und der entsprechenden Annahmen als ordnungsgemäss erfasst. Im Sinne dieses Berichtes hat Deloitte einige von der Helvetia bereitgestellte Daten stichprobenweise kontrolliert, sich dabei aber auf die im Finanzbericht veröffentlichten Finanzinformationen verlassen.

Der Embedded Value wurde für alle Gruppengesellschaften der Helvetia, welche das Lebengeschäft betreiben, vollständig ermittelt. Neben dem Schweizer Lebengeschäft wird das Lebengeschäft in den EU-Ländern Deutschland, Österreich, Spanien und Italien berücksichtigt.

Per Ende 2006 betrug der Embedded Value der Helvetia Gruppe CHF 1881.7 Mio., was einem Anstieg von CHF 208.1 Mio. oder 12.4% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der starke Zuwachs ist vor allem den sehr günstigen Entwicklungen im Bereich der Kapitalerträge sowie des Schadenverlaufs zu verdanken. Ebenfalls zugenommen hat der Wert des gezeichneten Neugeschäftes, wobei hier vor allem der höhere Anteil an eigenkapitalschonenden Produkten sowie die gestiegenen Neugeldrenditen im Bereich der verzinslichen Wertpapiere positiv zu Buche schlagen. Diesen steht andererseits eine höhere Überschussbeteiligung der Kunden gegenüber.


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