Wie beurteilen Sie den Geschäftsverlauf im 1. Quartal 2007?
Prämienseitig macht sich die neue Wachstumsstrategie zunehmend positiv bemerkbar. Zudem präsentierte sich das Schadenbild in den ersten Monaten des laufenden Jahres, nicht zuletzt dank des aussergewöhnlich milden Winters, sehr günstig. Daran ändert auch der Januarsturm «Kyrill» nichts. Die Kosten sind unter Kontrolle; der Kostensatz dürfte sich im Zuge des Prämienwachstums deutlich verbessern. Alles in allem ist aus heutiger Sicht auch 2007 wieder mit einem versicherungstechnischen Gewinn und einer Combined Ratio von klar unter 100% zu rechnen. Was das Finanzergebnis 2007 betrifft, sind natürlich auch wir von der weiteren Entwicklung an den Kapitalmärkten abhängig.
Auf Ende August 2007 werden Sie von Ihrer Funktion als CEO der Helvetia Gruppe zurücktreten. Möchten Sie schon hier ein kurzes Fazit ziehen?
Persönlich blicke ich schon jetzt mit sehr grosser Befriedigung und Freude auf die vergangenen rund 16 Jahre als CEO der Helvetia Gruppe zurück. Es waren äusserst spannende und erfolgreiche Jahre. Die Helvetia befindet sich heute in einer ausgezeichneten Verfassung und ist bestens für die Zukunft gerüstet. Als Verwaltungsratspräsident bleibe ich im Unternehmen aktiv und werde mich auch weiterhin intensiv für den nachhaltigen Erfolg und das gute Image der Helvetia Gruppe einsetzen. Daneben werde ich mich weiteren Aufgaben in der Wirtschaft widmen sowie – im Falle meiner Wahl – die Leitung des Schweizerischen Versicherungsverbandes übernehmen.
Mit Stefan Loacker wird ein hervorragender Versicherungskenner und interner Nachfolger die operative Führung der Helvetia Gruppe übernehmen. Ich bin überzeugt, dass er die Umsetzung der Gruppenstrategie 2010 mit dem notwendigen Elan vorantreiben und gleichzeitig die Solidität und Kontinuität unseres Unternehmens gewährleisten wird.
Dieses Interview führte Wolfgang Lohr, Leiter Investor Relations Helvetia Gruppe