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Zum Geschäftsjahr 2006

Erich Walser, Präsident des Verwaltungsrates und Vorsitzender der Geschäftsleitung (Foto)

Sehr geehrte Damen und Herren

Das Jahr 2006 war erneut ein Rekordjahr für die Helvetia Gruppe. Unser Geschäft hat sich im vergangenen Jahr hervorragend entwickelt. Gegenüber 2005 konnte der Gewinn um 40.4% gesteigert und mit CHF 423.8 Mio. das beste Ergebnis aller Zeiten erzielt werden. Dabei haben vor allem unsere eigenen Leistungen zum Erfolg beigetragen. Dies gilt sowohl für die Schweiz als auch für das Ausland. Besonders zufrieden sind wir mit der Entwicklung des Resultats im schweizerischen Nicht-Lebengeschäft, in Spanien sowie mit den weiteren markanten Fortschritten im deutschen Lebengeschäft. Auch unsere aktive Rückversicherung lieferte ein glänzendes Resultat ab.

Wichtige Ereignisse 2006
Seit September 2006 treten wir im Markt als Einheitsmarke «Helvetia» mit einem europaweit einheitlichen Logo auf. Der neue Marktauftritt hat eine sehr positive Dynamik ausgelöst und uns schon jetzt eine Vielzahl neuer Kunden beschert. Die Kunden haben auf den neuen Marktauftritt positiv reagiert, denn er erlaubt es, den hohen Erwartungen noch besser gerecht zu werden.

Im Oktober 2006 hat die Rating-Agentur Standard & Poor’s der Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG sowie der Helvetia Schweizerische Lebensversicherungsgesellschaft AG ein «A–»-Rating mit stabilem Ausblick erteilt. Dieses Qualitätssiegel würdigt unsere äusserst solide Verfassung in den letzten Jahren und reflektiert die starke Eigenkapitalbasis sowie die ausgezeichnete operative Ertragskraft. Mit dem neuen Rating haben sich unsere Marktchancen weiter klar verbessert.

Bestes Ergebnis aller Zeiten
Im vergangenen Jahr konnten wir unseren Nettogewinn nach Steuern um 40.4% steigern und mit CHF 423.8 Mio. das bei Weitem beste Ergebnis aller Zeiten erzielen. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich 2006 gegenüber dem Vorjahr um weitere CHF 142 Mio., wobei die Schweiz CHF 68.6 Mio. und das gesamte Ausland CHF 73.4 Mio. zu diesem Fortschritt beigesteuert haben. Im Nicht-Lebenbereich verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern in der Berichtsperiode gegenüber dem Vorjahr um 22.5%, im Leben gar um 32.0%. Nach Ländern gegliedert, ergibt sich – was die Vorsteuerresultate betrifft – folgendes Bild: Schweiz (CHF 289.0 Mio. bzw. 51% des Totals), gefolgt von Spanien (CHF 110.1 Mio. bzw. 20%) und Deutschland (CHF 51.4 Mio. bzw. 9%).

Weitere Marktanteilsgewinne in mehreren Märkten
Wir haben uns im vergangenen Jahr wiederum in mehreren Märkten positiv von unseren Konkurrenten abgehoben und weitere Marktanteile hinzugewinnen können. Der Prämienzuwachs fiel allerdings mit einem Plus von «nur» 1.5% erheblich bescheidener aus als 2005 (+6.5%). Dies nicht zuletzt wegen des deutlichen Prämienrückgangs in der aktiven Rückversicherung, wo allerdings keine Volumen-, sondern ausschliesslich Ertragsziele verfolgt werden. Hinzu kam eine sehr deutliche Wachstumsverlangsamung im gesamten direkten Lebengeschäft – insbesondere in Italien und der Schweiz. Auf der anderen Seite konnte das direkte Nicht-Lebengeschäft mit einem Plus von 3.5% gegenüber 2005 deutlich zulegen. Dies ist sehr erfreulich, wenn man bedenkt, dass der Preisdruck in der Motorfahrzeugversicherung im Berichtsjahr in vielen Ländern unvermindert anhielt.

Die Schweiz mit einem Anteil von 53.7% am Prämientotal ist umsatzmässig nach wie vor unser wichtigstes Land, gefolgt von Deutschland (15.2%), Italien (9.9%) und Spanien (9.4%).

Deutliche Dividendenerhöhung
Das Eigenkapital erhöhte sich in der Berichtsperiode um CHF 257.6 Mio. bzw. 10.4% auf CHF 2738.4 Mio. Die Eigenkapitalrendite konnte um 2.8 Prozentpunkte auf ausgezeichnete 16.2% gesteigert werden. Angesichts der hervorragenden Ergebnisse wird der Generalversammlung eine Erhöhung der Dividende um CHF 4.50 bzw. 50% auf CHF 13.50 pro Aktie beantragt. Die Ausschüttungsquote liegt mit 35% in der angestrebten Bandbreite.

Bevorstehende Änderungen in der Geschäftsleitung
Ende August 2007 werde ich von meiner Funktion als CEO der Helvetia Gruppe zurücktreten und mich auf das Amt des Präsidenten des Verwaltungsrates konzentrieren. Zu meinem Nachfolger als CEO ernannte der Verwaltungsrat Stefan Loacker – derzeit CEO der Helvetia Österreich. Roland Geissmann, CFO und stellvertretender CEO, wird Mitte dieses Jahres auf eigenen Wunsch von seinen Funktionen zurücktreten. Damit vollziehen wir einen von langer Hand geplanten Generationenwechsel.

Ausblick
Die Helvetia Gruppe verzeichnete einen guten Start ins Jahr 2007. Wir sind bestens gerüstet, um die sich bietenden Marktchancen zu nutzen. Unsere klaren strategischen Prioritäten ermöglichen uns künftig einen noch wesentlich rascheren Ausbau unseres Geschäftes. Wir wollen das gesunde Wachstum dynamisieren, die Kosten senken und das Kapital effizient einsetzen. In diesem Sinne werden wir auf Produkte mit attraktiven Renditen setzen und unsere Präsenz in den bestehenden Märkten weiter ausbauen.

Der Erfolg der Helvetia Gruppe ist das Ergebnis unserer Strategie sowie der Marktentwicklung. Aber auch ohne das Engagement, die Motivation und die Begeisterungsfähigkeit unserer Mitarbeitenden wäre vieles undenkbar. Dank ihres unermüdlichen Einsatzes befindet sich die Helvetia Gruppe in einer ausgezeichneten Verfassung. Ich möchte mich deshalb für ihre Leistungsbereitschaft, ihre Kundenorientierung und ihr tägliches Einstehen für die Werte der Helvetia herzlich bedanken. Ich danke aber auch unseren Kunden und Geschäftspartnern für ihre Treue sowie unseren Aktionärinnen und Aktionären für das grosse Vertrauen, welches sie uns entgegenbringen.

Freundliche Grüsse

Erich Walser, Präsident des Verwaltungsrates und Vorsitzender der Geschäftsleitung (Unterschrift)

Erich Walser
Präsident des Verwaltungsrates und Vorsitzender der Geschäftsleitung